Beim Intervallfasten gibt es Zeiten, in denen gegessen wird und Zeiten, in denen konsequent gefastet wird. Das heißt, man verlegt seine Essenszeiten in ein bestimmtes Zeitfenster von z. B. 8 Stunden und fastet dann 16 Stunden. Sie können also praktisch in dem Zeitfenster von 10.00 bis 18.00 Uhr oder von 12.00 bis 20 Uhr zwei Hauptmahlzeiten essen und dann 16 Stunden fasten bis zum nächsten Tag. Zwischen diesen zwei Mahlzeiten und in der Fastenzeit trinkt man nur Wasser oder Kräutertee. Die Zeiten, zu denen man die zwei Mahlzeiten zu sich nimmt, können je nach Belieben variieren, empfehlenswert wäre allerdings die Nachtfastenzeit zu verlängern und erst am späten Vormittag die erste Mahlzeit zu essen.

In dieser Fastenzeit wird der Müll in den Zellen sozusagen aufgeräumt und recycelt. Der Zellstoffwechsel verändert sich und die Zellen greifen auf eigene Reserven zurück. Sie zersetzen alte, geschädigte Bestandteile, die z. B. Krebs oder Neurodegeneration auslösen können. Dadurch gewinnen sie Energie, die dem Körper dann wieder zur Verfügung steht. Diesen Prozess nennt man Autophagie = Zellreinigungsprozess. Für die Erforschung der Autophagie hat der Japaner Joshinori Ohsumi 2016 den Nobelpreis bekommen. Neuere Forschungen von Prof. Dr. Frank Madeo, einem Biochemiker an der Universität in Graz, weisen darauf hin, dass längere Fastenzeiten dadurch zum „Jungbrunnen“ werden.

Inwieweit dieses intermittierende Fasten bei jedem einzelnen zur gewünschten Gewichtsabnahme führt bzw. welche Essens- und welche Fastenzeiten für jeden einzelnen optimal sind, ist individuell verschieden und muss jeder für sich selbst ausprobieren. Wie Dr. Bruker schon in seinem Buch „Idealgewicht ohne Hungerkur“ empfohlen hat, ist es sehr sinnvoll, maximal drei Mahlzeiten am Tag zu essen und zwischendurch konsequent eine Essenspause von mindestens vier Stunden einzuhalten, damit die Verdauungsorgane auch mal Ruhe haben und der Körper aus seinen Reserven schöpfen kann. Bei allen meinen Frischkost- und Basenfasten-Seminaren ist die Möglichkeit gegeben, das intermittierende Fasten auszuprobieren, indem man entweder die Mittagsmahlzeit ausfallen lässt oder das Frühstück morgens nur zubereitet und als Mittagsmahlzeit verzehrt.